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18

Apr 2016

Szenariotechnik Workshop:
Die praktische Anwendung formalisierter Ansätze zur systematischen Abbildung von zukünftigen Umfeldszenarien

Wie können verschiedene unternehmensexterne Zukunftsentwicklungen für die strategische Planung antizipiert und abgebildet werden? Die Szenariotechnik verspricht effektive Ansätze für die Praxisanwendung.

Nach dem Neujahrsauftakt zum Thema Neuromarketing widmet sich das SustainCo-Sommerarbeitstreffen am 03. und 04. Juni dem Themenschwerpunkt „Szenariotechnik“ in Kassel zu, um erneut über ein Workshop-Format die Kompetenzen der Mitglieder für unternehmerisches Nachhaltigkeitsmanagement zu fördern. Zum Einstieg sollen Methoden und Elemente der Szenariotechnik am Projektbeispiel des Umweltbundesamtes („Die Zukunft des nachhaltigen Bauens und Wohnens 2030“) schrittweise eingeführt und angewendet werden. Dabei sollen am Freitagabend ergänzende „Schlüsselfaktoren“ für dieses Projektbeispiel gesucht und am Samstagmorgen „Zukunftsprojektionen“ in einzelnen Arbeitsgruppen entwickelt werden. Von Anfang an wird also Gelegenheit geben, das unterwegs Gelernte früh an eigenen Projekten zu spiegeln, so dass sich am Samstagmorgen einzelne Arbeitsgruppen auch direkt mit eigenen Szeanrio-Fragestellungen befassen können. Die Teilnehmer sind daher in jedem Falle eingeladen, eigene Themen/Projekte für Arbeitsgruppen im Vorfeld des Workshops einzubringen, sodass diese im Workshop Berücksichtigung finden können.

Mit Blick auf unser Sommerarbeitstreffen freuen wir uns, dass wir mit unserer Referentin Hanna Rammig von ScMI Scenario Management International wieder eine ausgemachte Expertin für eine SustainCo-Veranstaltung gewinnen konnten (unter anderem ist sie Autorin der aktuellen Szenariostudie des Umweltbundesamts). Sie wird sowohl fachlich als auch mit ihren mehr als 10 Jahren Erfahrung einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Workshops beitragen können. Das SustainCo-Netzwerk freut sich daher auf einen erkenntnisreichen Arbeitsworkshop. Los geht es am 03. Juni um 17:00 Uhr in der KiFAS in Kassel.

 


Inszenierung von Nachhaltigkeits- Angeboten auf Basis von Neuromarketingerkenntnissen

05

Apr 2016

Inszenierung von Nachhaltigkeits- Angeboten auf Basis von Neuromarketingerkenntnissen

Wie wird ein Angebot verkaufsfördernd inszeniert? Warum spielen Emotionen in der Entscheidungsfindung eine entscheidende Rolle? Welche Bedeutung kommt einer konsistenten Benefit-Kodierung zu?

Ideen, Konzepte, Produkte – letzten Endes alles Angebote – wollen verkauft werden. Gemeinhin ein notwendiger Akt, manchmal Übel, so auch im Aktionsbereich zur Stärkung der nachhaltigen Entwicklung, der sich auch die Mitglieder des SustainCo-Netzwerks verschrieben haben.

Wie kann bei inflationärer Präsenz des Themas Nachhaltigkeit im B2B-Kontext und den zahlreichen hiermit verbundenen Produkt- und Dienstleistungsangeboten die Relevanz und der Mehrwert des eigenen Beitrags so kommuniziert werden, dass er von adressierten Stakeholder-Gruppen glaubwürdig als wertvoll erachtet, präferiert und angenommen wird?

Um unter Berücksichtigung von Neuromarketing- Erkenntnissen auf diese Frage Antworten zu finden, lud das SustainCo-Netzwerk den Marketing-Experten und Psychologen Prof. Dr. Hans-Willi Schroiff (RWTH Aachen / Tuck School of Business, Dartmouth College) zum diesjährigen Neujahrs-arbeitstreffen 2016 ein. Schroiff, überzeugter Neuromarketeer, legte nach kurzer Themenabgrenzung den Fokus seines Vortrags auf die Positionierung und Inszenierung von Angeboten und stieg zur Sensibilisierung der Teilnehmer mit der These „…the human mind is an emotional decision making imperative“ ein. Neben fundiertem Fachwissen brachte er für einen erlebbaren Beweis hierzu eine Reihe an kurzeingeblendeten Bildermotiven vor, anhand derer die Teilnehmer den gezeigten Produkten bestimmte Attribute zuweisen konnten – interessanterweise äußerst schnell (durchschnittlich 380ms), unbewusst und nahezu einheitlich. Die zwei (vereinfacht erklärten) Schlüsselmechanismen hierbei: eine Bedeutungszuweisung aus der Erinnerung von Erlebtem kombiniert mit einer emotionalen Bewertung des Gesehenen in die Kategorien Belohnung bzw. Bestrafung, die eine korrespondierende Reaktion des Betrachters beeinflussen: anstreben oder vermeiden.

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Auf Basis dieser Erkenntnis und unter Zuhilfenahme von Häusels Limbic Map (siehe auch „Die wissenschaftliche Fundierung des Limbic®Ansatzes“ von Häusel, 2011), welche entlang der wichtigsten Emotionssysteme (Balance-System, Dominanz-System und Stimulanz-System) des menschlichen Gehirns empirisch begründete Werte und Bedürfnisse abbildet, wurden daraufhin verschiedene Produktpositionierungen verortet, diskutiert und erläutert.

Schnell wurden zwei Dinge klar: Das eigene Angebot muss über einen zentralen Nutzen ein klar definiertes Bedürfnis adressieren und entsprechend emotional inszeniert werden.

Wichtig hierbei: die Umsetzung einer konsistenten Kodierung (funktionale UND emotionale Botschaften) innerhalb der verschiedenen Kodierungskanäle (Sprache, Episoden, Symbole, Sensorik, etc.), um ein Angebot als glaubwürdig, relevant und präferenzstärkend für eine bestimmte Zielgruppe zu kommunizieren. Ein plakatives Beispiel kam hierzu aus der FMCG-Welt: Welche Stylingmarke garantiert ein elastischeres Haargefühl: Taft oder Wellaflex?

Auch die Case-Study zum Bioreiniger „Terra Activ“ (von Henkel) für die LOHAS-Zielgruppe machte diesen Grundsatz klar. „Terra Active“ floppte u.a. auch aufgrund eines aus Sicht der Konsumenten scheinbar ungeeigneten Corporate Endorsers: Henkel, mit dem eigenen Markenzeichen auf allen Etiketten deutlich sichtbar, steht klar für ein Chemieunternehmen und ist eine klassische Waschmittel-Firma, die zudem 100% kommerziell motiviert ist. Somit wurde die Inszenierung eines ökologisch orientierten Produkts bereits schon auf dem Produkt selbst offensichtlich konterkariert.

Als Fazit aus der abschließenden Arbeitssession zur Inszenierung des eigenen Angebots wurde folgendes mitgenommen: Auch wenn der Nutzen nachhaltig orientierter Angebote/Initiativen/Projekte häufig intangibel erscheint (CO2-Reduktion, Dematerialisierung, Bildungssteigerung, etc.) lohnt sich eine Emotionalisierung des Nutzenversprechens, sei es über Storytelling, Bildsprache, Menschbezug, etc. Grundsätzlich gilt: das eigene Angebot muss nachweislich einen Mehrwert für die jeweilige Zielgruppe und deren Problem schaffen, die in ihren Einstellungen und ihrer Entscheidungsfindung verstanden worden sein muss. Hieraus eine differenzierende Positionierung zu konzipieren und diese entlang aller Kontaktpunkte in relevanten Kanälen konsistent zu inszenieren, bleibt der Schlüssel zum Erfolg (unabhängig vom Thema).

Zugegebenermaßen eine umfangreiche Aufgabe, die jeder für sich erst einmal meistern muss. Sie kann sich allerdings auch auszahlen, vorausgesetzt es wird handwerklich sauber und systematisch gearbeitet – Neuromarketing liefert, wie wir feststellen konnten, viele wertvolle Ansätze hierzu.


International Sustainability Expert Panel (ISEP) by SustainCo – International Survey Results

14

Mrz 2016

International Sustainability Expert Panel (ISEP) by SustainCo – International Survey Results

 
SustainCo e.V. hat eine internationale Umfrage zur „Nachhaltigen Energiewende“ durchgeführt mit dem Ziel, die Einschätzungen von Nachhaltigkeitsexperten zur weltweiten Problemlage und grundlegenden Lösungsansätzen zu erhalten sowie ein „International Sustainability Expert Panel ISEP“ ins Leben zu rufen.

Die Ergebnisse liegen hier in Deutsch, Englisch und Spanisch vor :

  • Nachhaltige Energiewende – Was Jetzt?  mehr
  • Sustainable Energy Revolution – What Now?  mehr
  • ¿Transición Energética – Ahora Qué?   mehr

Beteiligt haben sich über 200 Personen aus 10 Ländern schwerpunktmäßig aus Mitteleuropa (D-A-CH) und Lateinamerika (Kolumbien) aus einem breiten Spektrum von Alters- und Berufsgruppen. Zwei Drittel der Teilnehmenden schätzen sich selber als Experten im Themenbereich ein – mehr als die Hälfte sind bereit, wieder an einer Umfrage teilzunehmen, und bilden damit einen guten Start für das Panel. Die Ergebnisse liegen nun vor und sind in einer Dokumentenreihe zusammen gefasst.

Die Beurteilung der Ausgangslage zeigt als nationale Problemfelder primär steigende Energiekosten, Versorgungssicherheit und regionale Klimaeffekte – erst an vierter Stelle folgen globale Klimaeffekte. In Kolumbien rangieren davor noch die „Ausbeutung begrenzter Ressourcen“ und „der Zugang ärmerer Schichten zu Energie“. Die derzeitige Weichenstellung für eine erfolgreiche Energiewende wird sehr verhalten eingeschätzt, wobei der generell größere Optimismus der Kolumbianer auffällt, aber auch der Pessimismus der Österreicher sowie der Optimismus der Schweizer – insbesondere im Forschungs- und Bildungsbereich.

 

Bezüglich möglicher Lösungsansätze wird ein breiter Mix als notwendig erachtet. Nach Erneuerbarer Energie, Energieeinsparung und -effizienz wird bereits auf Platz 3 die verstärke Bildung genannt. Ökonomische Ansätze (wie Zertifikate-Handel, Energie-Preiserhöhungen) und Speicherung von CO2 werden eher nachrangig eingestuft, wobei jedoch Experten erstere höher, dagegen letztere noch niedriger bewerten als Laien. Kernenergie wird eine klare Absage erteilt.

Ein sehr hohes Gewicht wird der Reduktion des Energieverbrauchs zugemessen: technisch insbesondere durch effizientere Fahrzeuge, Gebäude, Maschinen und Prozesse, weniger durch Elektromobilität (mit Ausnahme von Kolumbien); verhaltensseitig insbesondere durch Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel, nachhaltiges Kaufverhalten, Achtsamkeit beim Heizen, Kühlen, Warmwasserverbrauch. Beim Ausbau Erneuerbarer Energie führen meist Speicher- und Solaroptionen, (intelligente) Netzinfrastruktur und Wind die Rangliste an, während Biomasse und -sprit das Schlusslicht bilden. 

Auffällig ist, dass bei den abgefragten hauptsächlichen Hemmnissen „mangelnde technische Lösungen“ den letzten Platz einnehmen, während – insbesondere in den D-A-CH-Staaten – Bequemlichkeit und fehlender Änderungs-/Handlungswille die Folge anführen. In Kolumbien werden letztere noch durch mangelnde Wahrnehmung und fehlende Information/Handlungsleitlinien übertroffen. Für die Überwindung der Hemmnisse wird ein breites Spektrum von informatorischen bis regulativen Maßnahmen auf nationaler wie supranationaler Ebene als notwendig erachtet – noch wichtiger werden jedoch grundlegende Änderungen im internationalen Markt- und Handlungssystem gesehen.

Als Hauptansatzbereiche für nationale Maßnahmen werden in den D-A-CH-Staaten Verkehr und Gebäude, in Kolumbien die Industrie genannt. Die Chance, dass innerhalb der nächsten 3 Jahre die Einleitung einer nachhaltige Energiewende gelingt, wird je nach Land und Umfeld sehr unterschiedlich eingeschätzt, wobei die befragten Kolumbianer überdurchschnittlich optimistisch sind – nicht nur in ihrem Berufsumfeld sondern auch global. Hoffnung gibt auch, dass Fachleute die Lage optimistischer als Laien einschätzen. Für wirkungsvolle nächste Schritte sind Optionen und Anknüpfungspunkte auf nationaler wie internationaler Ebene vorhanden. Nun geht es darum, diese auch effektiv zu nutzen, um wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische Hemmnisse und Trägheitskräfte zu überwinden und weltweit eine nachhaltige Energiewende unumkehrbar herbeizuführen.

 

Zu den Untersuchungsergebnissen in:  Deutsch  –  English  –   Espagnol

Allen Teilnehmern an dieser Stelle unser herzlicher Dank!

© 2014 SustainCo e.V., www.sustainco.net, ISEP-Initiativgruppe:  isep@sustainco.net

Christian Engweiler (Thailand/Schweiz) – Christian Hasenstab (Kolumbien) – Annemarie Schallhart (Österreich) – Bernd Steinmüller (Deutschland)


22

Feb 2016

Realistisches Nachhaltigkeits-Management mit dem N-Kompass

SustainCo-Berater bereichern das N-Kompass-Beraternetzwerk

Seit Januar dieses Jahres hat das N-Kompass-Beraternetz gleich doppelten Zuwachs aus dem SustainCo-Umfeld erhalten: Elsa Pieper und Désirée Schubert sind nach intensiven Vorbereitungen und Training inklusive Prüfung nun zertifizierte N-Kompass-Berater. 2014 hatten bereits Meike Frese und Bernd Steinmüller den Schritt getan.

Software-basierte Nachhaltigkeitsmanagement-Tools gibt es viele. Einen guten Überblick zum Thema bietet die 2015 erschienene Studie* des Centre for Sustainability Management. Der N-Kompass (www.n-kompass.de/#about) setzt in Unternehmen dort an, wo die Weichen gestellt werden für das, was Datenerfassung, Controlling und Reporting überhaupt erst nach sich ziehen: Er ermöglicht eine verlässliche Standortbestimmung, das Aufdecken strategischer blinder Flecken und das Identifizieren von sinnvollen Maßnahmen.

Was spricht für den N-Kompass?

  • Er geht effizient auf die konkrete Unternehmenssituation ein
  • Er bringt Wesentliches auf den Punkt
  • Er basiert auf streng wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • Er bietet Entscheidern Orientierung und die Sicherheit, sich um die richtigen Themen zu kümmern
  • Er bindet ein starkes und kompetentes Netzwerk an die Software-Lösung

Gute Gründe für SustainCo-Mitglieder

Den N-Kompass einzusetzen, hat für die SustainCo-Mitglieder gute Gründe, denn er ist beim oft so schwer zu fassenden Thema Nachhaltigkeit eine wertvolle Hilfe. Der N-Kompass beantwortet für Unternehmen wesentliche Fragen wie:

  • Bin ich auf dem richtigen Weg?
  • Bin ich vielleicht ein bisschen zu verliebt in die eine oder andere Maßnahme?
  • Kümmere ich mich angesichts des Großen und Ganzen wirklich um das Wesentliche?

Eine besondere Herangehensweise des N-Kompass ist die Aufforderung, die eigenen Leistungen in Sachen Nachhaltigkeit einzuschätzen. Dem steht eine Bewertung der Wesentlichkeit des betreffenden Handlungsfelds gegenüber. Damit das Ganze aussagekräftig ist, wurde die Analyse mit verschiedenen Branchenfaktoren hinterlegt.

Das große Plus des N-Kompass liegt also in der Kombination der Einschätzung der eigenen Leistung kombiniert mit der Wesentlichkeit des Themas für die eigene Branche: Erst daraus ergibt sich eine nachvollziehbare Bewertung, die den Unternehmen in aussagekräftiger und transparenter Form inkl. attraktiver grafischer Aufbereitung bereitgestellt wird.

Wer weitere Unterstützung wünscht, kann auf das Know-how zertifizierter N-Kompass-Berater zurückgreifen, zu denen nun eben auch die genannten SustainCo-Mitglieder gehören.
Weitere Informationen: www.n-kompass.de/beraterwelt

NACHHALTIGKEITSMANAGEMENTSOFTWARE, Software und webbasierte Ansätze zur Integration unternehmerischer Nachhaltigkeit in kleinen und mittleren Unternehmen. Von Matthew Johnson & Stefan Schaltegger, März 2015.


Passivhauslösung für KITA-Neubau | Projekt des Monats der EnergieAgentur.NRW

07

Nov 2015

Passivhauslösung für KITA-Neubau | Projekt des Monats der EnergieAgentur.NRW

Gebäudeeffizienz – Schlüssel für nachhaltige Energiewende

Die Stadt Mettmann hat mit dem Neubau einer KITA am Kirchendeller Weg den hocheffizienten Passivhaus-Standard eingeführt, um gegenüber einer konventionellen Ausführung den Heizenergiebedarf ökonomisch-nachhaltig um 80% zu senken. Anlässlich der erfolgten Zertifizierung des Gebäudes gemäß den Kriterien des Passivhausinstitutes Darmstadt kam es Ende August zur Zertifikatsübergabe. Die umgesetzte Passivhauslösung und der verringerte Heizenergiebedarf hat darüber hinaus die Energieagentur NRW veranlasst, die Kindertagesstätte Kirchendelle zum Projekt des Monats November 2015 zu küren.

Zur Erarbeitung der Passivhauslösung zog die Stadt Mettmann Dr. Bernd Steinmüller, Vorstandsvorsitzender des SustainCo-Beraternetzwerks, Inhaber des Paderborner Beratungsbüros BSMC und Träger des internationalen „Passive House Pioneer Awards“ hinzu, der am 20.8. Herrn Dr. Kopp das Zertifikat überreichte. „Dr. Steinmüller hat uns entscheidende Impulse gegeben und gezeigt, wie der Passivhausstandard auch in eine bereits weit fortgeschrittene Planung eingebracht werden kann, um Energiebedarf und CO2-Emissionen mit überschaubaren sinnvollen Investitionen drastisch zu senken und gleichzeitig den Nutzungskomfort im Winter wie im Sommer zu erhöhen“.

3976_2Bei dieser Bauqualität sinkt der Heizenergiebedarf auf weniger als 15 kWh pro m² und Jahr, was etwa einem Jahresbedarf von nur 1,5 l Heizöläquivalent pro Quadratmeter entspricht. Der stark geschrumpfte Restbedarf wird – wie im vorliegenden Fall geschehen – mit erneuerbaren Energien gedeckt (Erdwärme und Photovoltaik-Strom), so dass keine fossilen Energieträger mehr benötigt werden und ein praktisch klimaneutraler Gebäudebetrieb erreicht wird. Da in Deutschland ca. 40% der Energie in Gebäuden verbraucht werden, liegt hier ein wesentlicher Schlüssel für eine nachhaltige Energiewende.

Der in Holztafelbauweise ressourcenschonend errichtete und 2014 fertiggestellte Kita-Neubau zeigt Eltern, Kindern und der Öffentlichkeit, wie der Passivhausstandard attraktive Wege zum nachhaltigen, effizienten Bauen und zu einer nachhaltigen Energiewende öffnet.


Mit der Fährmann GmbH in München erfolgreich durchgestartet

13

Aug 2015

Mit der Fährmann GmbH in München erfolgreich durchgestartet

Zu Jahresbeginn haben die drei SustainCo Mitglieder Désirée Schubert, Elsa Pieper und Meike Frese in München die Fährmann Unternehmensberatung GmbH gegründet. Der Name ist Programm, denn die „Fährmannschaft“ hilft beim Übersetzen – von der unternehmerischen Realität ans Ufer der Nachhaltigkeit. Dort angekommen, schafft sie neue Verbindungen zu Mitarbeitern, Kunden und weiteren Stakeholdern. Soweit die Marken-Metaphorik.

Das Fährmann Angebotsspektrum umfasst Beratung, Coaching und Trainings  (u.a. als offizielle DNK-Schulungspartner) zu:

  • Nachhaltigkeitsstrategie & Leadership
  • Nachhaltigkeitsmarketing
  • Kommunikation & Reporting

Dabei bringen die drei Unternehmerinnen ihr gebündeltes Know-How und Praxiserfahrungen aus den Branchen Fashion, Finanzen, Luxus, Pharma, Services, Tourismus, Verlagswesen und Versicherungen zum Einsatz. Bei Bedarf profitieren Kunden zudem von der Expertise des Fährmann-Netzwerks aus qualifizierten Spezialisten, natürlich auch aus dem SustainCo Umfeld.

Auf diese Weise schafft die Fährmannschaft die Voraussetzungen für integrierte Nachhaltigkeit in Unternehmen. Diese muss zuerst in den Köpfen der Menschen ankommen. Aktives Einbinden von Führungskräften, Mitarbeitern und Kunden steht daher ganz oben auf der Fährmann Agenda. So wird Nachhaltigkeit anschlussfähig und Unternehmen bleiben langfristig auf Kurs.

Hier geht’s zur Fährmann Website. Außerdem erscheinen regelmässig lesenswerte Beiträge im Fährmann (B)logbuch.

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Nachhaltige Technologien noch nachhaltiger produziert

26

Jul 2015

Nachhaltige Technologien noch nachhaltiger produziert

Lehrauftrag für SustainCo-Mitglied an der Universität Linz, Österreich.

Annemarie Schallhart aus Wien lehrte im Sommersemester 2015 im Masterstudiengang Optoelektronik und Photovoltaik an der Johannes Kepler Universität in Linz.

Auch wenn es sich bei Optoelektronik und Photovoltaik per Definition um nachhaltige Technologien handelt, können diese auf mehr oder weniger nachhaltige Weise produziert und eingesetzt werden. Man denke nur an das weite Feld von Cleaner Production und Kreislaufwirtschaft, an Aspekte der Regionalisierung oder an Arbeitsbedingungen für MitarbeiterInnen.

Was bedeutet nun Nachhaltigkeit generell und im betrieblichen Umfeld? Wie können Aspekte von Öko-Effizienz und Öko-Effektivität in das Produktionsumfeld integriert werden? Was hat Sozio-Effektivität mit Sustainable Design und Innovation zu tun?

Das sind Themenfelder, die im Rahmen des Masterstudiums Optoelektronik/Photovoltaik ausgeleuchtet werden. Den Studierenden wird konkretes Handwerkszeug für die Umsetzung sozio-ökologisch verantwortungsvoller Produktion vermittelt.

Die Studenten und Studentinnen, die in Firmen wie Hella, Tridonic oder Isovoltaic in branchenspezifischen Beschäftigungsverhältnissen stehen, übertragen das Gehörte auch gleich in die Praxis. Hier einige Beispiele für nachhaltige Innovationen in Anwendungsprojekten der Studierenden:

  • Geringere Verpackungskosten durch unternehmensinternes Recycling von Verpackungsmaterialien für LED-Module. Verpackungsmaterial mit hohen Stückkosten (Tiefziehtrays, Klettverschlüsse) wird auf Eignung als Umlaufverpackung geprüft und dort eingeführt, wo es wirtschaftlich, technisch und ökologisch sinnvoll ist.
  • Wettbewerbsvorteile und Verbesserung der CO2-Bilanz durch Materialwechsel für Aufhängevorrichtungen von Hochleistungsarbeitsscheinwerfern für Landwirtschaft- und Baumaschinen. Durch den Ersatz von Aluminiumkühlkörpern mit aufwendigem Oberflächenschutz durch Kunststoffkühlkörper werden Energie- und Ressourceneinsparungen erzielt, die Wertschöpfung bleibt im Haus und die Technologieführerschaft kann ausgebaut werden.
  • Reduktion des CO2-Fußabdrucks durch innovative Photovoltaik-Folien. Die CO2-Bilanzen verschiedener Rückseitenfolien zur Isolation werden errechnet. Insbesondere durch regionale Rohstoffverwendung können deutliche CO2-Einsparungen erzielt werden.
  • Umfassende Betrachtung des nachhaltigen Impacts von LED-Licht im Arbeitsumfeld. Analyse der ökologischen (Energieeinsparungen), sozio-physiologischen (Mitarbeitermotivation / Leistungssteigerung) und wirtschaftlichen Auswirkungen im Rahmen eines Prototypprojekts, in dem die Glühbirnenbeleuchtung durch eine LED- Anlage ersetzt wird.

Bei der Projektbetrachtung wird aufgezeigt und beschrieben, was der Nutzen für die Umwelt, die Kunden und alle anderen Stakeholder ist. Durch die Evaluierung der Vorteile im Vergleich zu konventionellen Lösungen können diese Projekte auch als Best Practice dienen.

Mehr über das Masterstudium Optoelektronik/Photovoltaik.

Zum Profil von Annemarie Schallhart.

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BusinessART präsentiert Integral-Nachhaltige Hotspot-Analyse als ganzheitliche Unternehmensbewertungsmethode

11

Mai 2015

BusinessART präsentiert Integral-Nachhaltige Hotspot-Analyse als ganzheitliche Unternehmensbewertungsmethode

BusinessART, das österreichische Magazin für nachhaltiges Wirtschaften, beschäftigt sich mit dem Thema Unternehmensübergabe und stellt darin die Integral-Nachhaltige Hotspot-Analyse (INU Hotspot-Analyse) von SustainCo Mitglied Annemarie Schallhart als hilfreiches Instrument für zukunftsweisende Unternehmensentwicklung vor.

Basierend auf dem Ansatz der Integral-Nachhaltigen Unternehmensentwicklung (INU) wird nach einer Bestandsaufnahme von unternehmerischen Wesenselementen gezeigt, wie Entwicklungspfade innerhalb eines Unternehmens gestaltet werden können. Dabei werden nicht nur Zahlen, Daten, Prozesse und Strukturen berücksichtigt, sondern auch die dahinterstehenden Menschen, ihre Werte und Ambitionen sowie kulturelle und soziale Prägungen sichtbar gemacht. Unternehmensnachfolger und Unternehmenserbinnen bekommen so mit der INU-Hotspot-Analyse ein effektives und umfassendes Werkzeug zur Steigerung von Verantwortlichkeit, Kooperation, Nachhaltigkeit und Innovationskraft zur Verfügung gestellt.

Hier geht’s zum Artikel


Gebäudeeffizienz: Wesentliche Säule der Energiewende

04

Mai 2015

Gebäudeeffizienz: Wesentliche Säule der Energiewende

Wegweisend: Internationale Passivhaustagung 2015 in Leipzig

Über 1000 Experten aus über 50 Ländern trafen sich am 17. und 18. April zur 19. Internationalen Passivhauskonferenz in Leipzig – unter Ihnen auch SustainCo-Vorstand und Passivhaus-Spezialist Dr. Bernd Steinmüller, der 2012 mit dem „Passivhouse Pioneer Award“ ausgezeichnet worden war und sich freute, in diesem Jahr seine Geburtsstadt als Austragungsort dieser bedeutenden Tagung zu sehen.

Mehr als ein Drittel der gesamten in Deutschland verbrauchten Energie fließt in den Betrieb von Gebäuden, vor allem in die Beheizung. Mit Passivhaus-Technik kann dieser Verbrauch um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Die Investitionen amortisieren sich innerhalb weniger Jahre durch eingesparte Energiekosten. Die Verbesserung der Gebäudeeffizienz ist damit nicht nur ein wichtiger Beitrag zu Energiewende und Klimaschutz, sondern zugleich für jeden Bauherren eine attraktive Anlagemöglichkeit.

Hocheffiziente Dämm-, Fenster-, Lüftungs- und Unterstützungssysteme bilden hierfür die Basis. Die eingesparte kWh kostet in der Regel nur noch wenige Cent, wobei dank des immer breiter werdenden Angebots und Anwenderwissens insbesondere auch für die Gebäudesanierung immer attraktivere Lösungen.

Um die Kombination von Effizienz und Erneuerbaren voranzutreiben, hat das Passivhaus Institut neue Zertifizierungsklassen der Zertifizierung entwickelt und auf der Tagung in Leipzig ausführlich vorgestellt:

Neben dem „Passivhaus Classic“ gibt es ab sofort das „Passivhaus Plus“ und das „Passivhaus Premium“, bei denen erneuerbare Energiegewinne am Gebäude nach klar definierten Kriterien zukunftsgerecht berücksichtigt werden können und die „Primärenergie Erneuerbar PER“ den Energiebedarf um 15 bzw. 60 kWh/(m2a) übersteigt. Der neue Ansatz meidet Fehler und Unzulänglichkeiten bisheriger Bilanzierungssysteme. Er zeigt, wie eine vollständig erneuerbare Energieversorgung unter Nutzung der bestehenden Infrastruktur der Energieverteilung möglich ist und weist damit einen belastbaren Weg in die Zukunft.

Weitere Informationen: Internationale Passivhaustagung 2015 – Zusammenfassung


Sustaindesign – Innovationsmanagement „reloaded“

15

Apr 2015

Sustaindesign – Innovationsmanagement „reloaded“

Klaus Froböse und Elsa Pieper befassen sich seit Jahren mit Marketing, Nachhaltigkeit und Innovationsmanagement und haben u.a. die SustainCo Fokusgruppe „Nachhaltige Innovationen“ mit begründet.

Auf den Märkten von heute und morgen hängt die unternehmerische Wettbewerbsfähigkeit von Nachhaltigkeit, dem Einsatz modernster Kommunikationstechnologien und der konsequenten Ausrichtung auf die „Customer Experience“ ab.

Diese Innovationstreiber sind eng miteinander verzahnt und sollten daher auch im Innovationsprozess integrativ berücksichtigt werden.  Dies erfordert neuartige Methoden und interaktive Ansätze im Innovationsmanagement.

Klaus und Elsa haben jetzt ihre Erfahrungen in ein gemeinsames Angebot gegossen. Unter dem Motto „smart service innovations“ konzentrieren sie sich auf die Entwicklung neuer Dienstleistungen.

Hier geht’s zur Website: www.sustaindesign.de

Gedanken und Feedback aus dem SustainCo Umfeld sind herzlich willkommen!



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