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8. Deutscher Innovationsgipfel in München

27

Feb 2015

8. Deutscher Innovationsgipfel in München

Am 24. Februar 2015 fand der 8. deutsche Innovationsgipfel in München statt. Mit dabei waren die SustainCo Mitglieder Meike Frese und Klaus Froböse.

Neben den Megatrends Industrie 4.0, Internet der Dinge, M2M-Kommunikation und Cloud Computing waren die Chancen und Risiken der digitalen Transformation beherrschendes Thema der Vorträge und Workshops.

Viel Beachtung fanden zudem die Nachhaltigkeits- und Wirtschaftlichkeitsaspekte der Sharing Economy sowie die Marktpotenziale der Kundenzentrierung mittels Design Thinking.

Unter den Teilnehmern herrschte Konsens darüber, dass sich Unternehmen aller Größenordnungen aktiv diesen Themen stellen müssen, um künftig im Wettbewerb zu bestehen.

Die Quintessenz des Innovationsgipfels sieht der Autor darin, dass gerade Unternehmen, die eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen, enorm vom Paradigmenwechsel der digitalen Revolution profitieren können. Dies betrifft Effizienzpotenziale ebenso wie die Entwicklung innovativer Marktangebote.

Die SustainCo Berater zum Thema Innovation & Nachhaltigkeit: Klaus Froböse  und Elsa Pieper

Von Klaus Froböse


06

Dez 2014

Deutscher Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf Nov. 2014

Beim Treffen Ende November in Düsseldorf war neben zahlreichen Kollegen aus dem CSM Alumni e.V. auch SustainCo Vorstand Bernd Steinmüller dabei.

Es war ein Treffen der CSR- Szene mit den „üblichen Verdächtigen“ z.B. REWE, Unilever, Werner + Merz, Metro, Henkel sowie NaBu, Abfallwirtschaft, Markenverband etc. – aber auch IOC-Präsident und Sportvertretern. Insofern wenige „Überraschungen“. Auch die Themen zeigen Kontinuität, so z.B. die Diskussion um den Marken-Label-„Dschungel“.

Das Thema „Nachhaltigkeit im Sport“ leitete die Veranstaltung ein. IOC-Präsident Thomas Bach erläuterte unter dem Titel „Um Medaillen und Glaubwürdigkeit kämpfen“ die im Gange befindliche Neuausrichtung des IOC, die inzwischen mit einstimmiger Annahme der auch in Presse und TV kommunizierten Reformpläne einen Schritt weiter gekommen ist. Vertreter aus Politik und Wirtschaft präsentierten dazu passend Hamburgs Pläne für eine „nachhaltige“ Olympiabewerbung, Sponsoren, ehemalige Spitzensportler und Berater diskutierten die Verantwortung von Vereinen und Unternehmen im sportlichen Umfeld „Von Olympia bis Bundesliga“, wo Nachhaltigkeit meist nur „Stückwerk“ ist.

Danach wurde der Startschuss für die „N100-Community“ der Besten gegeben, in der künftig die Träger des deutschen Nachhaltigkeitspreises ihre Kräfte bündeln sollen. Beim „Flying buffet“ gab es Möglichkeit zu einem ersten Gedankenaustausch – auch zwischen den Alumni des CSM, die in deutlicher Zahl unter den Gästen waren.

Wie immer war der Nachhaltigkeitstag auch ein Platz, um sich zu positionieren – von Seite der Wirtschaft, der Politik, der Verbände. Durch Karl Eugen Huthmacher, BMBF; wurde das Thema Forschungsagenda „Green Economy“ platziert: 350 Mio. € werden bis 2018 bereitgestellt. Von Joachim Ganse, KPMG, wurde deutlich gemacht, dass eine Umlenkung von Finanzströmen in nachhaltige Businesses die Transformation beschleunigen und es entsprechende „Gutschriften“ von regulatorischer Seite dafür geben sollte. Erfrischend dabei so manche Rückfrage von Günter Bachmann, Rat für nachhaltige Entwicklung: „Worauf warten die Investoren, die ja günstige Kredite von der EZB bekommen?“ und „Wer beurteilt bei den Investoren und Kreditgebern die grünen Ideen nach welchen Kriterien?“. Auch die Unternehmen bekamen Raum für ihre Initiativen, z.B. die Recyclat-Initiative von Werner + Merz. Als Open Innovation Projekt angelegt sicherlich bemerkenswert – aber die Frage, wie wir insgesamt mit weniger Verpackungen auskommen können, wird an dieser Stelle nicht gestellt.

Der Bundespräsident a.D. Horst Köhler kam mit  aufrüttelnden Fakten zum Stand der globalen Situation, z.B. das CO2-Budget, um das 2 Grad Ziel zu erreichen, ist bereits in 25 Jahren aufgebraucht (bei „eingefrorenen“ Emissionen) sowie mit kritischen Statements zur Neudefinition der „globalen Partnerschaft“, die eine radikale Veränderung implizierten. Er stellte die Arbeit und die Empfehlungen aus dem Post-2015-Agenda-Prozess vor. Die Agenda, die die Milleniumsziele ablösen soll, soll 2015 UN-weit beschlossen werden. Köhler wünschte sich „ mehr Mut“ bei den Entscheidungsträgern – Zwischenapplaus aus dem Publikum.

Der Frage, wie es weitergeht: „In kleinen Schritten oder mit mutigen Entscheidungen“ widmete sich auch AT Kearney in der Studie „Deutschland 2064“ und entwickelte dafür zwei Szenarien. Bisher ist die Studie noch nicht komplett veröffentlicht. Raum erhielten auch die Themen „Ressourceneffizienz“ , „Textilien fairer produzieren“, „nachhaltige Flächennutzung“ und „Nachhaltiger Bau- und Gebäudesektor“, wobei Letzterer fast die Hälfte abgebauter Rohstoffe verbraucht sowie für rund 1/3 der CO2-Emissionen und des Energieverbrauchs verantwortlich ist und daher besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Hier gibt es inzwischen nicht nur eine Vielzahl „nachhaltiger“ Beispiele (einige wurden vorgestellt), sondern auch übergreifender Bewertungs- und Zertifizierungsmethoden, die allerdings (so der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB, Prof. Rudolfi) „nur schwer in die Denke reinzubringen sind“. Sein Aufruf „bitte benutzt sie!“.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Redner und Expertendialoge auf die Themen Green Economy, Effizienz und den Carbon Footprint fokussierten. Das persönliche Fazit der Autorin und Autoren dieses Artikels gehen auseinander: Handelt es sich um eine gelungene Veranstaltung, die das Thema Nachhaltigkeit nach vorne bringt oder doch eher um ein gegenseitiges „Schulterklopfen“, das eher der Beibehaltung des Status quo dient? Ist der Fokus auf Effizienzsteigerung wichtig, um hier weitere relevante Schritte zu gehen, oder ist es als Mutlosigkeit zu bewerten, Themen wie Postwachstumsökonomie, Gemeinwohlökonomie oder Suffizienz nicht in den Vordergrund zu stellen? Jede Leserin, jeder Leser hat sicherlich eine eigene Meinung dazu.