Studien


Umfrage des Internationalen Sustainability-Expert-Panel (ISEP) nun online – „Nachhaltige Werte brauchen Strukturen“

14

Aug 2016

Umfrage des Internationalen Sustainability-Expert-Panel (ISEP) nun online – „Nachhaltige Werte brauchen Strukturen“

Die zweite internationale Umfrage der ISEP-Initiative der SustainCo-Beratergruppe ist online

Um einen ökosozialen Werte- und Kulturwandel umsetzen zu können, braucht es ein geeignetes strukturelles Umfeld. Unternehmen mit nachhaltigen Werten stoßen mit den herkömmlichen hierarchischen und auf reinem Konkurrenzdenken basierenden Strukturen an Grenzen. Die fortschrittlichsten unter ihnen sind dabei, neue passende Strukturen zu entwickeln, die Kooperation auf Augenhöhe, Selbstorganisation, ganzheitlichen Erfolg und umfassende Potenzialentfaltung ermöglichen.

Die vorliegende Umfrage hat sich zum Ziel gesetzt, ein konkretes Bild davon zu zeichnen, wie nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen derzeit organisiert sind und in welche Richtung strukturelle Verbesserungen sowie die Entwicklung von passenden Organisationsmodellen gehen können.

Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit und leisten Sie einen Beitrag zur Organisationsentwicklung von ökosozial verantwortlichen Unternehmen.

Vertiefende Informationen zu Motiven, Thesen und Zielsetzungen finden Sie hier.

Zur Befragung (Direktzugang)

 

English: Survey of the International Sustainability Expert Panel (ISEP) „Sustainable Values in need of structures“

Español: Encuesta del Panel de Expertos Internacionales en Sostenibilidad (ISEP) „Los valores sostenibles necesitan estructuras“

Foto credit: Adidas Group


International Sustainability Expert Panel (ISEP) by SustainCo – International Survey Results

14

Mrz 2016

International Sustainability Expert Panel (ISEP) by SustainCo – International Survey Results

 
SustainCo e.V. hat eine internationale Umfrage zur „Nachhaltigen Energiewende“ durchgeführt mit dem Ziel, die Einschätzungen von Nachhaltigkeitsexperten zur weltweiten Problemlage und grundlegenden Lösungsansätzen zu erhalten sowie ein „International Sustainability Expert Panel ISEP“ ins Leben zu rufen.

Die Ergebnisse liegen hier in Deutsch, Englisch und Spanisch vor :

  • Nachhaltige Energiewende – Was Jetzt?  mehr
  • Sustainable Energy Revolution – What Now?  mehr
  • ¿Transición Energética – Ahora Qué?   mehr

Beteiligt haben sich über 200 Personen aus 10 Ländern schwerpunktmäßig aus Mitteleuropa (D-A-CH) und Lateinamerika (Kolumbien) aus einem breiten Spektrum von Alters- und Berufsgruppen. Zwei Drittel der Teilnehmenden schätzen sich selber als Experten im Themenbereich ein – mehr als die Hälfte sind bereit, wieder an einer Umfrage teilzunehmen, und bilden damit einen guten Start für das Panel. Die Ergebnisse liegen nun vor und sind in einer Dokumentenreihe zusammen gefasst.

Die Beurteilung der Ausgangslage zeigt als nationale Problemfelder primär steigende Energiekosten, Versorgungssicherheit und regionale Klimaeffekte – erst an vierter Stelle folgen globale Klimaeffekte. In Kolumbien rangieren davor noch die „Ausbeutung begrenzter Ressourcen“ und „der Zugang ärmerer Schichten zu Energie“. Die derzeitige Weichenstellung für eine erfolgreiche Energiewende wird sehr verhalten eingeschätzt, wobei der generell größere Optimismus der Kolumbianer auffällt, aber auch der Pessimismus der Österreicher sowie der Optimismus der Schweizer – insbesondere im Forschungs- und Bildungsbereich.

 

Bezüglich möglicher Lösungsansätze wird ein breiter Mix als notwendig erachtet. Nach Erneuerbarer Energie, Energieeinsparung und -effizienz wird bereits auf Platz 3 die verstärke Bildung genannt. Ökonomische Ansätze (wie Zertifikate-Handel, Energie-Preiserhöhungen) und Speicherung von CO2 werden eher nachrangig eingestuft, wobei jedoch Experten erstere höher, dagegen letztere noch niedriger bewerten als Laien. Kernenergie wird eine klare Absage erteilt.

Ein sehr hohes Gewicht wird der Reduktion des Energieverbrauchs zugemessen: technisch insbesondere durch effizientere Fahrzeuge, Gebäude, Maschinen und Prozesse, weniger durch Elektromobilität (mit Ausnahme von Kolumbien); verhaltensseitig insbesondere durch Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel, nachhaltiges Kaufverhalten, Achtsamkeit beim Heizen, Kühlen, Warmwasserverbrauch. Beim Ausbau Erneuerbarer Energie führen meist Speicher- und Solaroptionen, (intelligente) Netzinfrastruktur und Wind die Rangliste an, während Biomasse und -sprit das Schlusslicht bilden. 

Auffällig ist, dass bei den abgefragten hauptsächlichen Hemmnissen „mangelnde technische Lösungen“ den letzten Platz einnehmen, während – insbesondere in den D-A-CH-Staaten – Bequemlichkeit und fehlender Änderungs-/Handlungswille die Folge anführen. In Kolumbien werden letztere noch durch mangelnde Wahrnehmung und fehlende Information/Handlungsleitlinien übertroffen. Für die Überwindung der Hemmnisse wird ein breites Spektrum von informatorischen bis regulativen Maßnahmen auf nationaler wie supranationaler Ebene als notwendig erachtet – noch wichtiger werden jedoch grundlegende Änderungen im internationalen Markt- und Handlungssystem gesehen.

Als Hauptansatzbereiche für nationale Maßnahmen werden in den D-A-CH-Staaten Verkehr und Gebäude, in Kolumbien die Industrie genannt. Die Chance, dass innerhalb der nächsten 3 Jahre die Einleitung einer nachhaltige Energiewende gelingt, wird je nach Land und Umfeld sehr unterschiedlich eingeschätzt, wobei die befragten Kolumbianer überdurchschnittlich optimistisch sind – nicht nur in ihrem Berufsumfeld sondern auch global. Hoffnung gibt auch, dass Fachleute die Lage optimistischer als Laien einschätzen. Für wirkungsvolle nächste Schritte sind Optionen und Anknüpfungspunkte auf nationaler wie internationaler Ebene vorhanden. Nun geht es darum, diese auch effektiv zu nutzen, um wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische Hemmnisse und Trägheitskräfte zu überwinden und weltweit eine nachhaltige Energiewende unumkehrbar herbeizuführen.

 

Zu den Untersuchungsergebnissen in:  Deutsch  –  English  –   Espagnol

Allen Teilnehmern an dieser Stelle unser herzlicher Dank!

© 2014 SustainCo e.V., www.sustainco.net, ISEP-Initiativgruppe:  isep@sustainco.net

Christian Engweiler (Thailand/Schweiz) – Christian Hasenstab (Kolumbien) – Annemarie Schallhart (Österreich) – Bernd Steinmüller (Deutschland)


30

Jan 2015

Désirée Schubert schreibt auf Cash.online

Ende Januar erschien auf dem Finanzportal Cash.online ein Artikel von Désirée Schubert. Anlass war eine von ihr im Auftrag der AMC Finanzmarkt GmbH betreute Studie zur Internetkommunikation von Versicherungen. Sie kommt zum Schluss, dass viele Versicherungen noch eine weiten Weg zu gehen haben, bevor sie im Reich der mobilen Kommunikation ankommen werden.

Hier der vollständige Artikel: http://www.cash-online.de/versicherungen/2015/responsive-versicherungs-websites/230096


08

Jun 2014

Studie „Unternehmerische Verantwortung in der Assekuranz“

Versicherer fühlen sich per se nachhaltig und ruhen sich auf diesem Selbstverständnis zu sehr aus. Damit verschenken sie Chancen und Wettbewerbsvorteile. Zu dem Schluss kommt das Update der Studie „Nachhaltigkeit in der Assekuranz“ (Januar 2014). Studienleiterin und SustainCo-Beraterin Désirée Schubert widmet sich in der Untersuchung gemeinsam mit Partnern dem Megatrend Nachhaltigkeit und zeigt den Status Quo in der Assekuranz-Branche. Mehr…