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Studie „Nachhaltige und demokratische Unternehmen“

10

Aug 2017

Studie „Nachhaltige und demokratische Unternehmen“

Ergebnisse über integrale Werte-, Kultur- und Strukturanalyse von 80 Unternehmen

Die vorliegende Studie ist eine Auswertung der ISEP-Umfrage „Nachhaltige Werte brauchen Strukturen“ des Beraternetzwerkes SustainCo. Ziel der Befragung, an der sich 80 Unternehmen beteiligten, war es herauszufinden, welche Methoden und Organisationsmodelle die Umsetzung eines nachhaltigen bzw. evolutionären Unternehmenszwecks am besten unterstützen.

Basierend auf dem Integral-Nachhaltigen Unternehmensmodell INU von Annemarie Schallhart wurden dem International Sustainability Expert Panel (ISEP) Fragen zu den Werten, kulturellen und strukturellen Kernelementen getellt.

Eindeutiger Trend zu Beteiligung und flexiblen Strukturen

Die Studie beinhaltet neben einer Gesamtsicht auf die Unternehmen auch Analysen zur aktuellen IST-Situation und gewünschten SOLL-Situation von Teilgruppen. Trotz markanter Unterschiede zwischen Branchen und Unternehmen unterschiedlicher Größe lässt sich ein klarer Trend zu Partizipation sowie agilen Organisations- und Führungsmodellen ablesen.

Wunsch nach neuen Führungsmodellen

Die Auswertung der Umfrage zeigt den klaren Wunsch nach offenen Team- und Netzwerkstrukturen sowie schlanken Kreis- und Projektstrukturen. Die Antwort auf diese Tendenz sind neue Führungsmodelle, die sich für eine Machtverteilung auf Teams eignen und die Raum für Selbstorganisation geben. Für viele Unternehmen ist der Weg dorthin jedoch noch ein weiter.

Soziokratie ist möglicher Lösungsansatz

Eine mögliche Antwort auf viele der in der Studie erhobenen Forderungen ist das soziokratische Organisationsmodell. Hier nun die umfassende Studie inklusive soziokratischer Grundmuster und deren Wirkungsweise.

Das Management Summary sowie die Studie zum Download (PDF)

Die ISEP-Initiativgruppe dankt allen, die an der Umfrage teilgenommen haben.

© 2017 SustainCo e.V., ISEP-Initiativgruppe:
Christian Engweiler (Kambodscha/Schweiz) – Christian Hasenstab (Kolumbien) –
Annemarie Schallhart (Österreich) – Bernd Steinmüller (Deutschland)

 


Soziokratie und nachhaltige Unternehmensentwicklung: ein Beitrag von SustainCo-Beraterin Annemarie Schallhart

05

Jul 2017

Soziokratie und nachhaltige Unternehmensentwicklung: ein Beitrag von SustainCo-Beraterin Annemarie Schallhart

Aktuell erschienen: CSR und Interne Kommunikation – Fachbuch des Arbeitskreises CSR-Kommunikation in der Management-Reihe CSR des Springer Verlags.

SustainCo-Beraterin Annemarie Schallhart (www.schallhart.com) stellt darin die SOZOKRATIE als geeignetes Entscheidungs- und Organisationsmodell für einen nachhaltigen Wandel der unternehmensinternen Kommunikation vor.

Das Leitungsteam des Arbeitskreises CSR-Kommunikation von DPRG und DNWE, Nicole Roschker und Riccardo Wagner, hat sich gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Alexander Moutchnik von der Hochschule RheinMain einem Thema gewidmet, das bislang in der Corporate Social Responsibility-Debatte weitgehend vernachlässigt wurde: Der Relevanz der internen Kommunikation.

Die Publikation schließt nun die Lücke zwischen der Frage nach unternehmerischer Verantwortung und der bewussten Gestaltung von internen Kommunikationsprozessen. Partizipation, Emotionalisierung, Werte- und Change-Management sind nur einige Schlagworte im Zusammenhang mit den Inhalten des Buches.

43 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich mit Beiträgen zu Forschungsansätzen und Praxisbeispielen von Konzernen und international agierenden Unternehmen wie z.B. Audi, Sodexo und Bosch sowie mittelständischen und kleinen Organisationen beteiligt.

Darunter findet sich auch ein Beitrag der SustainCo-Beraterin Annemarie Schallhart mit dem Titel Soziokratie und der Paradigmenwechsel in der Internen Kommunikation.

Annemarie Schallhart beschreibt im Beitrag, worin sich Soziokratie von anderen Organisations- und Kommunikationsmodellen unterscheidet und was die soziokratischen Grundprinzipien Entscheidungen im Konsent, Kreisstruktur, doppelte Verknüpfung der Kreise und offene Wahl zu einer zukunftsweisenden Kommunikation innerhalb von Unternehmen beitragen können. Es wird gezeigt, wie soziokratisch geprägte Kommunikationsmuster die Vorteile von hierarchischen und basisdemokratisch geprägten Kommunikationsmustern kombinieren und weiterentwickeln. Untermauert durch Praxisbeispiele wird dargestellt, wie soziokratische Kommunikation und Beschlussfassung, Konkurrenzverhalten in Kooperation umwandelt, wie Mitverantwortung und Selbstorganisation gefördert werden, wie durch eine neue Lernkultur die Innovationskraft erhöht wird.

Riccardo Wagner, Nicole  Roschker und Alexander Moutchnik (Hrsg.)(2017): CSR und Interne Kommunikation. Forschungsansätze und Praxisbeiträge. SpringerGabler, Wiesbaden.  ISBN  978-3-662-52870-9 /  Ansehen auf springer.com

Kontakt SustainCo:
Annemarie Schallhart (a.schallhart@sustainco.net)
Partnerin Soziokratie Zentrum Österreich

Kontakt DPRG AK CSR-Kommunikation:
Nicole Roschker (kommunikation@roschker.com) & Riccardo Wagner (wagner@betterrelations.de)


Umfrage des Internationalen Sustainability-Expert-Panel (ISEP) nun online – „Nachhaltige Werte brauchen Strukturen“

14

Aug 2016

Umfrage des Internationalen Sustainability-Expert-Panel (ISEP) nun online – „Nachhaltige Werte brauchen Strukturen“

Die zweite internationale Umfrage der ISEP-Initiative der SustainCo-Beratergruppe ist online

Um einen ökosozialen Werte- und Kulturwandel umsetzen zu können, braucht es ein geeignetes strukturelles Umfeld. Unternehmen mit nachhaltigen Werten stoßen mit den herkömmlichen hierarchischen und auf reinem Konkurrenzdenken basierenden Strukturen an Grenzen. Die fortschrittlichsten unter ihnen sind dabei, neue passende Strukturen zu entwickeln, die Kooperation auf Augenhöhe, Selbstorganisation, ganzheitlichen Erfolg und umfassende Potenzialentfaltung ermöglichen.

Die vorliegende Umfrage hat sich zum Ziel gesetzt, ein konkretes Bild davon zu zeichnen, wie nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen derzeit organisiert sind und in welche Richtung strukturelle Verbesserungen sowie die Entwicklung von passenden Organisationsmodellen gehen können.

Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit und leisten Sie einen Beitrag zur Organisationsentwicklung von ökosozial verantwortlichen Unternehmen.

Vertiefende Informationen zu Motiven, Thesen und Zielsetzungen finden Sie hier.

Zur Befragung (Direktzugang)

 

English: Survey of the International Sustainability Expert Panel (ISEP) „Sustainable Values in need of structures“

Español: Encuesta del Panel de Expertos Internacionales en Sostenibilidad (ISEP) „Los valores sostenibles necesitan estructuras“

Foto credit: Adidas Group


International Sustainability Expert Panel (ISEP) by SustainCo – International Survey Results

14

Mrz 2016

International Sustainability Expert Panel (ISEP) by SustainCo – International Survey Results

 
SustainCo e.V. hat eine internationale Umfrage zur „Nachhaltigen Energiewende“ durchgeführt mit dem Ziel, die Einschätzungen von Nachhaltigkeitsexperten zur weltweiten Problemlage und grundlegenden Lösungsansätzen zu erhalten sowie ein „International Sustainability Expert Panel ISEP“ ins Leben zu rufen.

Die Ergebnisse liegen hier in Deutsch, Englisch und Spanisch vor :

  • Nachhaltige Energiewende – Was Jetzt?  mehr
  • Sustainable Energy Revolution – What Now?  mehr
  • ¿Transición Energética – Ahora Qué?   mehr

Beteiligt haben sich über 200 Personen aus 10 Ländern schwerpunktmäßig aus Mitteleuropa (D-A-CH) und Lateinamerika (Kolumbien) aus einem breiten Spektrum von Alters- und Berufsgruppen. Zwei Drittel der Teilnehmenden schätzen sich selber als Experten im Themenbereich ein – mehr als die Hälfte sind bereit, wieder an einer Umfrage teilzunehmen, und bilden damit einen guten Start für das Panel. Die Ergebnisse liegen nun vor und sind in einer Dokumentenreihe zusammen gefasst.

Die Beurteilung der Ausgangslage zeigt als nationale Problemfelder primär steigende Energiekosten, Versorgungssicherheit und regionale Klimaeffekte – erst an vierter Stelle folgen globale Klimaeffekte. In Kolumbien rangieren davor noch die „Ausbeutung begrenzter Ressourcen“ und „der Zugang ärmerer Schichten zu Energie“. Die derzeitige Weichenstellung für eine erfolgreiche Energiewende wird sehr verhalten eingeschätzt, wobei der generell größere Optimismus der Kolumbianer auffällt, aber auch der Pessimismus der Österreicher sowie der Optimismus der Schweizer – insbesondere im Forschungs- und Bildungsbereich.

 

Bezüglich möglicher Lösungsansätze wird ein breiter Mix als notwendig erachtet. Nach Erneuerbarer Energie, Energieeinsparung und -effizienz wird bereits auf Platz 3 die verstärke Bildung genannt. Ökonomische Ansätze (wie Zertifikate-Handel, Energie-Preiserhöhungen) und Speicherung von CO2 werden eher nachrangig eingestuft, wobei jedoch Experten erstere höher, dagegen letztere noch niedriger bewerten als Laien. Kernenergie wird eine klare Absage erteilt.

Ein sehr hohes Gewicht wird der Reduktion des Energieverbrauchs zugemessen: technisch insbesondere durch effizientere Fahrzeuge, Gebäude, Maschinen und Prozesse, weniger durch Elektromobilität (mit Ausnahme von Kolumbien); verhaltensseitig insbesondere durch Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel, nachhaltiges Kaufverhalten, Achtsamkeit beim Heizen, Kühlen, Warmwasserverbrauch. Beim Ausbau Erneuerbarer Energie führen meist Speicher- und Solaroptionen, (intelligente) Netzinfrastruktur und Wind die Rangliste an, während Biomasse und -sprit das Schlusslicht bilden. 

Auffällig ist, dass bei den abgefragten hauptsächlichen Hemmnissen „mangelnde technische Lösungen“ den letzten Platz einnehmen, während – insbesondere in den D-A-CH-Staaten – Bequemlichkeit und fehlender Änderungs-/Handlungswille die Folge anführen. In Kolumbien werden letztere noch durch mangelnde Wahrnehmung und fehlende Information/Handlungsleitlinien übertroffen. Für die Überwindung der Hemmnisse wird ein breites Spektrum von informatorischen bis regulativen Maßnahmen auf nationaler wie supranationaler Ebene als notwendig erachtet – noch wichtiger werden jedoch grundlegende Änderungen im internationalen Markt- und Handlungssystem gesehen.

Als Hauptansatzbereiche für nationale Maßnahmen werden in den D-A-CH-Staaten Verkehr und Gebäude, in Kolumbien die Industrie genannt. Die Chance, dass innerhalb der nächsten 3 Jahre die Einleitung einer nachhaltige Energiewende gelingt, wird je nach Land und Umfeld sehr unterschiedlich eingeschätzt, wobei die befragten Kolumbianer überdurchschnittlich optimistisch sind – nicht nur in ihrem Berufsumfeld sondern auch global. Hoffnung gibt auch, dass Fachleute die Lage optimistischer als Laien einschätzen. Für wirkungsvolle nächste Schritte sind Optionen und Anknüpfungspunkte auf nationaler wie internationaler Ebene vorhanden. Nun geht es darum, diese auch effektiv zu nutzen, um wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische Hemmnisse und Trägheitskräfte zu überwinden und weltweit eine nachhaltige Energiewende unumkehrbar herbeizuführen.

 

Zu den Untersuchungsergebnissen in:  Deutsch  –  English  –   Espagnol

Allen Teilnehmern an dieser Stelle unser herzlicher Dank!

© 2014 SustainCo e.V., www.sustainco.net, ISEP-Initiativgruppe:  isep@sustainco.net

Christian Engweiler (Thailand/Schweiz) – Christian Hasenstab (Kolumbien) – Annemarie Schallhart (Österreich) – Bernd Steinmüller (Deutschland)


Löhne wird für vorbildliche Rathaus-Sanierung ausgezeichnet

08

Sep 2014

Löhne wird für vorbildliche Rathaus-Sanierung ausgezeichnet

Als eines der ersten Rathäuser weltweit hat die Stadt Löhne in den vergangenen Jahren ihr Rathaus auf Passivhaus-Standard saniert und dabei den Heizenergiebedarf wirtschaftlich und nachhaltig um 90% reduziert. Dafür wurde die Stadt jetzt mit dem Passivhaus-Zertifikat ausgezeichnet.

Zur Erarbeitung dieser nachhaltigen Passivhaussanierung zog die Stadt Löhne SustainCo Vorstandsmitglied Dr. Bernd Steinmüller hinzu, der das Zertifikat an Bürgermeister Heinz-Dieter Held überreichte. Weitere Informationen finden Sie im zugehörigen Pressetext. Die Neue Westfälische berichtet samt Foto zur Zertifikatsübergabe, ebenso wie das Westfalen Blatt.


„Nicht ohne (m)ein Fahrrad“

08

Mrz 2014

„Nicht ohne (m)ein Fahrrad“

Seit dem 1. März 2014 setzt sich SustainCo Mitglied Petra Husemann-Roew als Landesgeschäftsführerin des ADFC Bayern e.V. (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) für die Rechte und Rahmenbedingungen für Radler in Bayern ein. Ihr Credo: „Ob mit Alltags- oder Faltrad zur Arbeit, Call a bike irgendwo in Deutschland oder auf Fahrradtour – mit dem Drahtesel kommen wir (fast) überall hin – ein Plus für Umwelt & Gesundheit!“ Die Nachhaltigkeits- und Kommunikationsexpertin sowie passionierte Ausdauersportlerin bleibt SustainCo auch künftig als interne Beraterin erhalten. Wir wünschen ihr alles Gute und viel Erfolg in ihrem neuen Wirkungskreis!

http://www.adfc-bayern.de