Events


SustainCo-Beraternetz für Nachhaltigkeit mit neuem Vorstand

06

Okt 2016

SustainCo-Beraternetz für Nachhaltigkeit mit neuem Vorstand

Im Zuge der alljährlichen, ordentlichen Mitgliederversammlung zu den Home Coming Days des Centre for Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg wählten die Mitglieder des SustainCo e.V. ihren neuen Vorstand. In frischer und (fast) neuer Besetzung lenkt und gestaltet der dreiköpfige Vorstand nun in Abstimmung mit den Mitgliedern die Geschicke des Beraternetzes für Nachhaltigkeit und richtet den Verein entlang neuer Mitgliederideen aus.

Neu dazugekommen ist Catrin Schreiber (Beraterin und Moderatorin für Nachhaltigkeitsmanagement und Strategie, Schreiber Consulting), die Dr. Bernd Steinmüller im Vorsitz des Vorstands nachfolgt, der den Verein über die letzten Jahre mit viel Leidenschaft und Einsatz geführt und vorangebracht hat. Ebenso neu im Vorstand ist Rita Gelhaus (Beraterin für Energiemanagementsysteme und Energieaudits, EWE VERTRIEB GmbH) für das Finanzressort, welches bisher von Jan Udes geleitet wurde. Auch Jan leistete gleich über mehrere Jahre mit seinem Vorstandseinsatz einen großartigen Beitrag für den Verein. Marius Fahrenholz (Berater für Issue Management/ Stewardship und Geschäftsführer, The Synergist GmbH) wurde für das Ressort Kommunikation wiedergewählt und führt dieses im kommenden Vorstandsjahr fort.

Der Vorstand freut sich auf den anregenden Austausch unter den Mitgliedern und die inspirierenden Veranstaltungen – und dankt dem Vorstand 2015/2016 für die erfolgreiche Arbeit.


Gebäudeeffizienz: Wesentliche Säule der Energiewende

04

Mai 2015

Gebäudeeffizienz: Wesentliche Säule der Energiewende

Wegweisend: Internationale Passivhaustagung 2015 in Leipzig

Über 1000 Experten aus über 50 Ländern trafen sich am 17. und 18. April zur 19. Internationalen Passivhauskonferenz in Leipzig – unter Ihnen auch SustainCo-Vorstand und Passivhaus-Spezialist Dr. Bernd Steinmüller, der 2012 mit dem „Passivhouse Pioneer Award“ ausgezeichnet worden war und sich freute, in diesem Jahr seine Geburtsstadt als Austragungsort dieser bedeutenden Tagung zu sehen.

Mehr als ein Drittel der gesamten in Deutschland verbrauchten Energie fließt in den Betrieb von Gebäuden, vor allem in die Beheizung. Mit Passivhaus-Technik kann dieser Verbrauch um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Die Investitionen amortisieren sich innerhalb weniger Jahre durch eingesparte Energiekosten. Die Verbesserung der Gebäudeeffizienz ist damit nicht nur ein wichtiger Beitrag zu Energiewende und Klimaschutz, sondern zugleich für jeden Bauherren eine attraktive Anlagemöglichkeit.

Hocheffiziente Dämm-, Fenster-, Lüftungs- und Unterstützungssysteme bilden hierfür die Basis. Die eingesparte kWh kostet in der Regel nur noch wenige Cent, wobei dank des immer breiter werdenden Angebots und Anwenderwissens insbesondere auch für die Gebäudesanierung immer attraktivere Lösungen.

Um die Kombination von Effizienz und Erneuerbaren voranzutreiben, hat das Passivhaus Institut neue Zertifizierungsklassen der Zertifizierung entwickelt und auf der Tagung in Leipzig ausführlich vorgestellt:

Neben dem „Passivhaus Classic“ gibt es ab sofort das „Passivhaus Plus“ und das „Passivhaus Premium“, bei denen erneuerbare Energiegewinne am Gebäude nach klar definierten Kriterien zukunftsgerecht berücksichtigt werden können und die „Primärenergie Erneuerbar PER“ den Energiebedarf um 15 bzw. 60 kWh/(m2a) übersteigt. Der neue Ansatz meidet Fehler und Unzulänglichkeiten bisheriger Bilanzierungssysteme. Er zeigt, wie eine vollständig erneuerbare Energieversorgung unter Nutzung der bestehenden Infrastruktur der Energieverteilung möglich ist und weist damit einen belastbaren Weg in die Zukunft.

Weitere Informationen: Internationale Passivhaustagung 2015 – Zusammenfassung


8. Deutscher Innovationsgipfel in München

27

Feb 2015

8. Deutscher Innovationsgipfel in München

Am 24. Februar 2015 fand der 8. deutsche Innovationsgipfel in München statt. Mit dabei waren die SustainCo Mitglieder Meike Frese und Klaus Froböse.

Neben den Megatrends Industrie 4.0, Internet der Dinge, M2M-Kommunikation und Cloud Computing waren die Chancen und Risiken der digitalen Transformation beherrschendes Thema der Vorträge und Workshops.

Viel Beachtung fanden zudem die Nachhaltigkeits- und Wirtschaftlichkeitsaspekte der Sharing Economy sowie die Marktpotenziale der Kundenzentrierung mittels Design Thinking.

Unter den Teilnehmern herrschte Konsens darüber, dass sich Unternehmen aller Größenordnungen aktiv diesen Themen stellen müssen, um künftig im Wettbewerb zu bestehen.

Die Quintessenz des Innovationsgipfels sieht der Autor darin, dass gerade Unternehmen, die eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen, enorm vom Paradigmenwechsel der digitalen Revolution profitieren können. Dies betrifft Effizienzpotenziale ebenso wie die Entwicklung innovativer Marktangebote.

Die SustainCo Berater zum Thema Innovation & Nachhaltigkeit: Klaus Froböse  und Elsa Pieper

Von Klaus Froböse


SustainCo Mitgliedertreffen Nürnberg 31. Januar 2015

03

Feb 2015

SustainCo Mitgliedertreffen Nürnberg 31. Januar 2015

Inspirierender Rahmen für unser erstes Treffen im Neuen Jahr war das ansprechende Ambiente der Jugendherberge in der Nürnberger Burg. Auf dem Programm standen Impulsvorträge, Praxisberichte und Austausch zu Themen wie „Soziokratie als Erfolgsmethode zur Zusammenarbeit in Netzwerken“ und „Nachhaltigkeit in der Logistikbranche am Beispiel eines global players der Containerschifffahrt“.

Thema des Nachmittag waren unsere Erfahrungen mit dem N-Kompass, einem Software-Tool für das strategische Nachhaltigkeitsmanagement von KMU. Aus dem  NWB Verlag waren eigens Yvonne Buckesfeld (Produktverantwortliche N-Kompass) und Arno Kunert (Leiter Programmbereich Unternehmen) nach Nürnberg gereist, um fachkundig auf die zahlreichen -auch kritischen- Fragen der SustainCo Berater einzugehen. Dabei stellten sie die Möglichkeiten, aber auch Grenzen des Tools offen dar und räumten damit viele Zweifel aus dem Weg.

Den Vorabend und die Zeit neben den Arbeitsphasen nutzten viele für den entspannten persönlichen Austausch.

Bei Abschluss lautete das einhellige Echo der Teilnehmer:  interessante Praxisthemen, ansprechender Rahmen, wertvolle Lerneffekte.

Beim nächsten Treffen in Lüneburg (evtl. über 1,5 Tage) soll wieder die gemeinsame Arbeit an praktischen Fragestellungen zum Nachhaltigkeitsmanagement im Mittelpunkt stehen. Geplant ist u.a. ein Workshop zu Nachhaltigkeit in der Finanz- und Bankbranche.

 


06

Dez 2014

Deutscher Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf Nov. 2014

Beim Treffen Ende November in Düsseldorf war neben zahlreichen Kollegen aus dem CSM Alumni e.V. auch SustainCo Vorstand Bernd Steinmüller dabei.

Es war ein Treffen der CSR- Szene mit den „üblichen Verdächtigen“ z.B. REWE, Unilever, Werner + Merz, Metro, Henkel sowie NaBu, Abfallwirtschaft, Markenverband etc. – aber auch IOC-Präsident und Sportvertretern. Insofern wenige „Überraschungen“. Auch die Themen zeigen Kontinuität, so z.B. die Diskussion um den Marken-Label-„Dschungel“.

Das Thema „Nachhaltigkeit im Sport“ leitete die Veranstaltung ein. IOC-Präsident Thomas Bach erläuterte unter dem Titel „Um Medaillen und Glaubwürdigkeit kämpfen“ die im Gange befindliche Neuausrichtung des IOC, die inzwischen mit einstimmiger Annahme der auch in Presse und TV kommunizierten Reformpläne einen Schritt weiter gekommen ist. Vertreter aus Politik und Wirtschaft präsentierten dazu passend Hamburgs Pläne für eine „nachhaltige“ Olympiabewerbung, Sponsoren, ehemalige Spitzensportler und Berater diskutierten die Verantwortung von Vereinen und Unternehmen im sportlichen Umfeld „Von Olympia bis Bundesliga“, wo Nachhaltigkeit meist nur „Stückwerk“ ist.

Danach wurde der Startschuss für die „N100-Community“ der Besten gegeben, in der künftig die Träger des deutschen Nachhaltigkeitspreises ihre Kräfte bündeln sollen. Beim „Flying buffet“ gab es Möglichkeit zu einem ersten Gedankenaustausch – auch zwischen den Alumni des CSM, die in deutlicher Zahl unter den Gästen waren.

Wie immer war der Nachhaltigkeitstag auch ein Platz, um sich zu positionieren – von Seite der Wirtschaft, der Politik, der Verbände. Durch Karl Eugen Huthmacher, BMBF; wurde das Thema Forschungsagenda „Green Economy“ platziert: 350 Mio. € werden bis 2018 bereitgestellt. Von Joachim Ganse, KPMG, wurde deutlich gemacht, dass eine Umlenkung von Finanzströmen in nachhaltige Businesses die Transformation beschleunigen und es entsprechende „Gutschriften“ von regulatorischer Seite dafür geben sollte. Erfrischend dabei so manche Rückfrage von Günter Bachmann, Rat für nachhaltige Entwicklung: „Worauf warten die Investoren, die ja günstige Kredite von der EZB bekommen?“ und „Wer beurteilt bei den Investoren und Kreditgebern die grünen Ideen nach welchen Kriterien?“. Auch die Unternehmen bekamen Raum für ihre Initiativen, z.B. die Recyclat-Initiative von Werner + Merz. Als Open Innovation Projekt angelegt sicherlich bemerkenswert – aber die Frage, wie wir insgesamt mit weniger Verpackungen auskommen können, wird an dieser Stelle nicht gestellt.

Der Bundespräsident a.D. Horst Köhler kam mit  aufrüttelnden Fakten zum Stand der globalen Situation, z.B. das CO2-Budget, um das 2 Grad Ziel zu erreichen, ist bereits in 25 Jahren aufgebraucht (bei „eingefrorenen“ Emissionen) sowie mit kritischen Statements zur Neudefinition der „globalen Partnerschaft“, die eine radikale Veränderung implizierten. Er stellte die Arbeit und die Empfehlungen aus dem Post-2015-Agenda-Prozess vor. Die Agenda, die die Milleniumsziele ablösen soll, soll 2015 UN-weit beschlossen werden. Köhler wünschte sich „ mehr Mut“ bei den Entscheidungsträgern – Zwischenapplaus aus dem Publikum.

Der Frage, wie es weitergeht: „In kleinen Schritten oder mit mutigen Entscheidungen“ widmete sich auch AT Kearney in der Studie „Deutschland 2064“ und entwickelte dafür zwei Szenarien. Bisher ist die Studie noch nicht komplett veröffentlicht. Raum erhielten auch die Themen „Ressourceneffizienz“ , „Textilien fairer produzieren“, „nachhaltige Flächennutzung“ und „Nachhaltiger Bau- und Gebäudesektor“, wobei Letzterer fast die Hälfte abgebauter Rohstoffe verbraucht sowie für rund 1/3 der CO2-Emissionen und des Energieverbrauchs verantwortlich ist und daher besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Hier gibt es inzwischen nicht nur eine Vielzahl „nachhaltiger“ Beispiele (einige wurden vorgestellt), sondern auch übergreifender Bewertungs- und Zertifizierungsmethoden, die allerdings (so der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB, Prof. Rudolfi) „nur schwer in die Denke reinzubringen sind“. Sein Aufruf „bitte benutzt sie!“.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Redner und Expertendialoge auf die Themen Green Economy, Effizienz und den Carbon Footprint fokussierten. Das persönliche Fazit der Autorin und Autoren dieses Artikels gehen auseinander: Handelt es sich um eine gelungene Veranstaltung, die das Thema Nachhaltigkeit nach vorne bringt oder doch eher um ein gegenseitiges „Schulterklopfen“, das eher der Beibehaltung des Status quo dient? Ist der Fokus auf Effizienzsteigerung wichtig, um hier weitere relevante Schritte zu gehen, oder ist es als Mutlosigkeit zu bewerten, Themen wie Postwachstumsökonomie, Gemeinwohlökonomie oder Suffizienz nicht in den Vordergrund zu stellen? Jede Leserin, jeder Leser hat sicherlich eine eigene Meinung dazu.


Eindrücke von der Jahrestagung „Reporting 3.0“ in Berlin

05

Nov 2014

Eindrücke von der Jahrestagung „Reporting 3.0“ in Berlin

Anfang Oktober, Berlin, Désirée Schubert…

Reporting 1.0, 2.0 oder gar 3.0?

Anfang Oktober fand in Berlin die Internationale Jahreskonferenz der Reporting 3.0 Platform (http://reporting3.org/) statt. Désirée Schubert von Sustainco war live vor Ort.

Die Veranstalter von BSD Consulting versprachen im Vorfeld ein „Kaleidoskop neuer Entwicklungen, die die Reportingagenda global beeinflussen“. So kamen Anfang Oktober zur zweitägigen Jahreskonferenz rund 150 Vordenker, Unternehmensvertreter und politische Entscheidungsträger zusammen, um gemeinsam die Zukunft der Nachhaltigkeits-Berichterstattung zu diskutieren.

Mit entsprechend hohen Erwartungen bin ich angereist und stellte mich den relevanten Fragen der Veranstaltung: Wie sieht die Zukunft der Nachhaltigkeitsberichterstattung aus? Was sind die “musts” und “nice to haves” eines Reportings 3.0 auch im internationalen Kontext?

Die Atmosphäre vor Ort war gut ausbalanciert zwischen Harmonie und freudiger Erwartung. Schließlich kamen internationale Top-Referenten, wie John Elkington (Founding Partner & Executive Chairman of Volans and Co-Founder of SustainAbility), Michael Meehan (neuer CEO der Global Reporting Initiative) oder Said Dawlabani (Autor des Bestsellers „Memenonics“) zu Wort.

Abschließend ein paar Gedanken, die ich aus der Veranstaltung mitnehme:
Die anwesenden Experten bestärkten mich in meiner Einschätzung, dass sich die bestehende Berichtspraxis verändern muss. Schließlich ist Reporting rückwärtsgewandt und fordert von allen Beteiligten viel Arbeit. Für KMUs ist der Arbeits- und Kostenaufwand der derzeitigen Berichtspraxis kaum zu (er-)tragen.

Trotz der immer wieder betonten großen Aufwände bei der Erstellung von Nachhaltigkeits-berichten, ist zumindest den Experten klar, dass sich die Anstrengungen auch für den Geldbeutel lohnen. Gut ist auch, dass Reporting inzwischen in vielen Schwellenländern Standard für zumindest aktiennotierte Firmen ist. Das treibt die Entwicklung voran – und hier können wir vermeintlich „besser“ entwickelten Industrienationen noch einiges lernen. Denn was überzeugt besser und stärker, als good oder best-practice Beispiele?

Klar ist auch, dass der Blick über den Unternehmens-Tellerrand hinausgehen und sich auf die ganze Supply und Value Chain richten muss. Aber auch jenseits der Bezeichnung „Schwellenland“, finden sich tolle Beispiele. So wird in skandinavisichen Ländern das Reporting nur als Anfang für eine verbesserte Kommunikation in den Firmen und zunehmend in systemischen Veränderungen der Gesamtwirtschaft verstanden. Beenden möchte ich meinen kurzen Beitrag mit zwei entscheidenden Schlagworten dazu: Circular Economy und Breakthrough Capitalism.

Wir dürfen also gespannt sein, wie sich das Thema Reporting – auch angesichts der beschlossenen EU-Berichtspflicht – weiter entwickeln wird. Die SustainCo Fokusgruppe „Kommunikation“ bleibt am Ball…


Löhne wird für vorbildliche Rathaus-Sanierung ausgezeichnet

08

Sep 2014

Löhne wird für vorbildliche Rathaus-Sanierung ausgezeichnet

Als eines der ersten Rathäuser weltweit hat die Stadt Löhne in den vergangenen Jahren ihr Rathaus auf Passivhaus-Standard saniert und dabei den Heizenergiebedarf wirtschaftlich und nachhaltig um 90% reduziert. Dafür wurde die Stadt jetzt mit dem Passivhaus-Zertifikat ausgezeichnet.

Zur Erarbeitung dieser nachhaltigen Passivhaussanierung zog die Stadt Löhne SustainCo Vorstandsmitglied Dr. Bernd Steinmüller hinzu, der das Zertifikat an Bürgermeister Heinz-Dieter Held überreichte. Weitere Informationen finden Sie im zugehörigen Pressetext. Die Neue Westfälische berichtet samt Foto zur Zertifikatsübergabe, ebenso wie das Westfalen Blatt.