Monthly Archives: Januar 2015


30

Jan 2015

Désirée Schubert schreibt auf Cash.online

Ende Januar erschien auf dem Finanzportal Cash.online ein Artikel von Désirée Schubert. Anlass war eine von ihr im Auftrag der AMC Finanzmarkt GmbH betreute Studie zur Internetkommunikation von Versicherungen. Sie kommt zum Schluss, dass viele Versicherungen noch eine weiten Weg zu gehen haben, bevor sie im Reich der mobilen Kommunikation ankommen werden.

Hier der vollständige Artikel: http://www.cash-online.de/versicherungen/2015/responsive-versicherungs-websites/230096


SustainCo Mitglieder erste Auditoren im QES9 Nachhaltigkeitsstandard

03

Jan 2015

SustainCo Mitglieder erste Auditoren im QES9 Nachhaltigkeitsstandard

Beitrag von Elisabeth Novak

Die SustainCo Mitglieder Dr. Bernd Steinmüller und Denis Hébert sind die ersten von Sustainpoint akkreditierten Auditoren, die neben dem Erfinder des Standards, Frank Jirjis, Zertifizierungen von Unternehmen nach dem QES9 Standard vornehmen dürfen. Die Ausbildung fand im November in München, dem Firmenstandort von Sustainpoint, statt.

QES 9 (Quantification of Ecological Sustainability in 9 fields) ist ein relativ neuer Standard, der ökologische Nachhaltigkeit messbar und universell vergleichbar machen soll und zwar auf allen Ebenen, der geo-politischen Ebene (z.B. Landesebene), der Unternehmens- und der Produktebenen. Oberste Maxime ist es, das ökologische Gleichgewicht zwischen der Regenerationskraft der Natur, industrieller Produktion und dem privaten Konsum wieder herzustellen und langfristig zu erhalten. Das dem Standard unterliegende Konzept wurde 2011 vom deutschen Nachhaltigkeitsrat ausgezeichnet.

Zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung werden keine der üblichen Messgrößen bzw. Kennzahlen verwendet, sondern sogenannte „sustainpoints“ ermittelt. Sustainpoints stellen ein Nachhaltigkeitsäquivalent dar, das nach einem von Frank Jirjis entwickelten Algorithmus ermittelt wird. Das klingt komplizierter als es ist, denn tatsächlich werden als Inputgrößen Daten verwendet, die in den meisten Unternehmen ohnehin erfasst werden und damit schon vorhanden sind. Durch Verwendung dieser non-monetären Dachwährung ist eine Aggregation von Nachhaltigkeitsleistung in den 9 unterschiedlichen Nachhaltigkeitsfeldern, die das Konzept umfasst, wie z. B. Klima, Wasserverbrauch, Wasserverschmutzung, Flächenverbrauch oder Biodiversität möglich. Das Punktesystem bietet viele Vorteile, unter anderem die absolute Vergleichbarkeit von Unternehmen und Produkten, das einfache Nachverfolgen der Entwicklung der Nachhaltigkeitsleistung über Jahre, die einfache Kommunizierbarkeit und vieles mehr, denn es gilt: je geringer der Punktewert, desto umweltfreundlicher ist ein Land, ein Unternehmen, ein Produkt oder auch der persönliche Konsum. Gerade in der Einfachheit des Punktesystems liegt die Stärke, denn es soll zu einer Bewusstseinsbildung über die ökologische Ist-Performance und in der Folge zu einer Anpassung des Verhaltens für mehr Zukunftsfähigkeit führen.

Eine Besonderheit des Standards ist, dass die Gesamtpunktemenge, die weltweit zur Verfügung steht, gedeckelt sein muss, da sie ja die limitierte Regenerationskraft der Natur abbildet. Diese wird von Sustainpoint und einem Beirat jährlich überarbeitet und festgesetzt. Zugrunde liegt die Vision, der ökologischen Regenerationskraft der Natur ein Punkteäquivalent gegenüberzustellen, das dann in Budgets auf Länder-, Firmen-, Konsumenten aufteilbar ist. Diese Punktebudgets stellen anzustrebende Verbrauchsobergrenzen dar. Bei Mehrbedarf könnten sustainpoints dazugekauft werden nach einem Konzept ähnlich dem CO2-Handel. Die Messung ökologischer Nachhaltigkeit per sustainpoints funktioniert schon heute auch ohne diese Budgetierung.

Grundsätzlich besticht das Konzept durch Klarheit, Logik, Einfachheit in der Anwendung und der umfassenden, weltweiten Einsetzbarkeit über alle Branchen und Gesellschaftsebenen hinweg. Die Aussteuerung der Gesamtpunktemenge ermöglicht dabei Anpassungen an sich ändernde Randbedingungen, erfordert jedoch letztlich globale Abstimmungsprozesse. Wirksam wird das Konzept dann, wenn es auch breit eingesetzt wird. Hierin liegt die Herausforderung. Mit Spannung und Interesse werde ich die weitere Entwicklung verfolgen.